17/07/2026

Der Autor und die Sucht

 

Heute fallen mir wieder tausend Ausreden ein, um nicht zu schreiben. Es fühlt sich so an, als ob mein Kopf zu leer und mein Bauch zu voll wäre. Ich weiß, dass ich es zu Ende bringen muss. Nur meine Wenigkeit kann die Geschichte zu Ende erzählen. Und nur ich alleine, kann die Sucht bezwingen. Es ist schwer, und ich möchte leichter sein. Man hat erst dann ein Problem, wenn man sich die Sucht eingesteht. Zuvor ist man berauscht. Glücklich und zufrieden. Das schlechte Gewissen kommt erst, wenn der Pegel sinkt. Scheiße, ich weiß, alles kann zur Sucht werden. Und für mich, gibt es nur die Lösung, der Verlagerung. Ich habe aufgehört zu rauchen, trinke keinen Alkohol mehr, spiele nicht mal Lotto, und doch bin ich abhängig. Abhängig von Zucker. Ich habe so vieles erreicht. Und doch fühle ich mich, nichtig und klein. Ist es eine Gabe, sich selbst zu unterschätzen? Oder ist es ein Fluch, sich selbst nicht zu überschätzen?


Das Thema Sucht, und der Umgang mit ihr, ist mir wichtig. Deshalb schrieb ich „Wem die Rose blüht“. Peter Schmidt trank, und kam nur sehr schwer davon ab. Neulich ist mir klargeworden, dass die Charaktere in dem Roman, mir und meinen Phasen, sehr ähneln. Die Geschichte ist bisher unveröffentlicht. Ich arbeite daran, weil meine Welt diese Zeilen braucht.


Jetzt weiß ich, dass man nicht jedem Impuls folgen soll. Nicht jede Idee ist gut! Ich bin jetzt zufrieden, denn ich habe dem Drang, mich mit Süßigkeiten vollzustopfen, widerstanden. Auch das Verlangen nach einem Mittagsschlaf, konnte ich beiseiteschieben. Für das Erste, versteht sich. Und so schiebe ich die Sucht weiterhin vor mir her. Genauso wie die tausend Ausreden, um nicht zu schreiben. Natürlich könnte ich jetzt sagen, dass ich, für heute die Sucht besiegt habe, und mich belohnen. Aber womit? Da fallen mir keine tausend Gründe ein.


Ich bin faul, vielleicht ist das auch ein großes Problem. Jeden Tag wache ich auf, und bleibe im Bett liegen. Als hätte ich nicht genug geschlafen. Es ist, meiner Meinung nach, eine Form der Verdrängung. Aber was möchte ich damit bezwecken? Mich aufmerksam machen?



29/06/2026

Der Autor und die Muse 2

 Ich sitze hier im Dunkeln. Die Zeit vergeht. Ich atme Einsamkeit und denke zurück. Meine Gedanken waren schon lange nicht mehr hier. Eine Art von Schuldgefühl macht sich in mir breit. Hätte ich gehen sollen? Wärst du dann geblieben? Ich wünschte mir, ich könnte die Zeit zurück drehen. Und das Geschehene verhindern. Die Flucht nach vorne wäre eine Möglichkeit. Stattdessen bleibe ich, wo ich bin. Sule mich im Dreck und beginne es zu genießen. Manchmal wünsche ich mir Gesellschaft, doch wer möchte mit mir den Abgrund teilen? Und was kann ich geben, außer meine Schmerzen? Dies hier sind nur ein paar Zeilen, aber es sind schwere Worte. Und mich lässt das Gefühl nicht los, dass es so sein muss. 


Jetzt sehe ich dich, gehe auf dich zu. Mit offenen Armen und einem kleinen Lächeln. Du drückst mich, und sagst: Alles wird gut! Nun bin ich nicht mehr alleine und stehe im Licht

23/05/2026

Der Autor und die schwarze Blume

 Meine schwarze Blume blüht nicht mehr. Was ist los mit dir? Das war doch sonst immer so leicht, dich zum Weinen zu bringen. Ich verstehe dich nicht mehr, du wolltest immer weinen und traurig sein. Du kommst nicht mehr zur Trauer, lachst und kannst schreiben. Bist du krank? Krank vor Freude? Weil du lachst, weil du lebst? Sollte es so sein, dass du die Trauer um mich verlassen willst, ist es für mich in Ordnung. Aber laufe nicht zu weit weg. Versprichst du mir, dass du wiederkommst? Es macht mir keine Angst, die schwarze Blume loszulassen. Sie bleibt bei mir im Herzen, wie ein ewig langer Traum. Ich wollte immer die Trauer loswerden. Ich hatte alles verloren, alles hergegeben. 

Aber ich habe mir ja Stück für Stück das Meiste wiedergeholt. Alles, was ich jetzt zu glauben habe, mir gewünscht? Und auch bekommen? So was hat man oder hat man eben nicht. Danke dir, Gott, und all deinen sowie auch meinen Begleitern! Mit Liebe, mit Glauben und mit Hoffnung möchte ich leben. Vielleicht habe ich meinen Weg verstanden. Ein schmaler Grat zwischen Depression und Manie. Zwischen Angst und Zuversicht, zwischen Lachen und Weinen. Es gibt so viel, was ich zu lernen habe, aber auch viel, was ich zu sagen habe. Gibt es vielleicht einen Sinn, wenn ich sage: Musik bleibt Musik und hat keinen negativen Einfluss auf mich? Ich hatte so viel Zeit und so viele Gelegenheiten verpasst. Ich habe nicht ewig Zeit und möchte die Gelegenheit sowie die Chancen beim Schopfe packen. Das ist mir in den letzten Monaten bewusst geworden.

 Und heute möchte ich zur Kenntnis nehmen, dass meine schwarze Blume (zurzeit) nicht blüht.


 

21/02/2026

Was würdest du tun?

wenn du in der Zeit zurückreisen könntest? 
Wie würdest du dich entscheiden, wenn man dir die Möglichkeit anbieten würde?
Kurze Bedenkzeit? Kein Problem! Aber was wäre für dich am wichtigsten?
 

Geld? Liebe? Gesundheit? Freundschaft? Glück? Oder alles zusammen?
Welche Wünsche hast du? Was würdest du zuerst ändern?
Das letzte Ergebnis deiner Lieblingsmannschaft?
Das letzte Gespräch mit Menschen, die wir lieben?
Ich weiß, ich stelle viele Fragen, aber was ist wirklich wichtig?
Und was kann weg, gestrichen werden? Was ist überflüssig?
Oder ist Streiten doch wichtig?
Weil es zeigt, wie wichtig die Menschen, um uns herum sind?
Und wie sieht es aus, wenn du deine Entscheidung nicht korrigieren kannst?
Wenn du Jahre oder gar Jahrzehnte in der Vergangenheit leben musst?
Die du schon kennst? Klar ist: "Was vom Herzen kommt, gelingt."

Was würdest du tun? Leben retten oder töten?
Freunde das Leben retten oder Feinde töten?
Fragen, auf die ich jetzt gerne eine Antwort hätte. Wie sieht es aus?

Als Grundschüler hat mich ein Nachbarsjunge jahrelang drangsaliert. Ihn töten?
Aber ja! Wäre meine erste Antwort. Doch würde ich ihn heute auch noch erledigen?
 Glaube, nein! Würde sich etwas ändern? Nein! Doch! Vielleicht!
Ich wäre nicht mehr derselbe Mensch!
Und genau aus diesem Grund, stelle ich den Wunsch nach Rache, hinten an.
Denn die Liebe ist wirklich lebenswert!

Aber was wären wir, wenn wir die Vergangenheit ändern? Genug der Fragen!
Kommen wir zum Antworten!
Wie sehen deine Antworten aus?
Auf eure Kommentare freue ich mich sehr!
Euer

14/02/2026

Der Autor und die Suche

Bin ich mich am Totessen oder auf der Suche nach mir selbst? Alles, was ich finden kann, ist in mir vorhanden. Die Leere, der Schmerz und die Lethargie, sind mit der Sehnsucht nach Verbundenheit verknotet. Wie ein Geschwür breiten sie sich aus. Wachsen über sich hinaus. Werden größer, obwohl sie unerwünscht sind. Sie sind da, aus einem einzelnen Keim entsprungen, gedeihen und gewachsen aus der Unvernunft. Doch was bleibt, wenn der Wille zu leben, geht? Die Liebe ist die stärkste Kraft. Und das, was wir wünschen, kann wahr werden. Heute habe ich gelernt, dass ein bisschen Sport, mir guttut. Ich möchte mich selbst spüren, mich positiv wahrnehmen, und das Ventil reinigen. Ich war schon immer auf der Suche nach mir selbst, nach meiner Herkunft, und nach einem Sinn. Auch wenn nicht alles auf den ersten Blick sinnvoll scheint, kann es sich durch einen Perspektivwechsel erklären. Der Schmerz in mir möchte gespürt werden. Meine Sehnsucht einen Ort finden, und die Leere mit Freude gefüllt werden.


Wach auf, junger Mann, und finde dich selbst!


Das Lernen ist ein Prozess, ein Weg, eine Suche und eine innere Einstellung, des Öffnens.


Euer


 

Die kleinen Dinge

Wie wichtig kleine Dinge sein können. Wie wichtig Begegnungen sein können. Und welch eine Bedeutung sie haben können. Ich nehme sie wahr, denke: Ja, stimmt! Und erinnere mich im Nachhinein, an diesen Schlüsselmoment.

So erging es mir, als ich das letzte Mal durch den eisigen Wind lief. Am Ziel angekommen hörte ich Schmelzwasser aus einer Traufe tropfen. Es platschte auf dem Asphalt, des Packplatzes. Alte Erinnerungen kamen in mir hoch. Welche ich nicht vergessen kann. Gedanken, die mich heute noch wachhalten. Es war nur ein kleiner Augenblick. So sehe ich heute, wie wichtig das Nichtvergessen ist. Manchmal müssen es nur kleine Dinge sein, die eine große Bedeutung haben.


Euer


16/12/2025

Der Autor und die Angst vor Weihnachten 2025

Mein Mund ist trocken, mein Kopf fühlt sich heiß an. Wovor habe ich Angst? Nichts muss perfekt sein. Nicht einmal das Weihnachtsfest. Es ist immer etwas Besonderes, aber was kann ich tun? Bisher war es meine Aufgabe, Weihnachtslieder zu spielen. Erweitert sich dieses Jahr mein Aufgabengebiet? Obwohl ich nicht zittere, und obwohl ich mich freue, könnte das Fest in einem Fiasko enden. Ich als Autor wünsche mir positive Emotionen in der Familie. Dass mein Herz berührt wird. Oder habe ich Angst vor der Leere, dass ich mich nicht lebendig fühle? Heute weiß ich es nicht. Noch nicht, vielleicht. Man kann noch so oft sagen, dass man die Angst wegjagen muss, aber ob ich es kann, ist eine andere Frage. In mir fühlt es sich ruhig an. Die Ruhe vor dem Sturm? Ich kann nicht in die Zukunft sehen, aber ich kann beten und bitten, dass dieses Fest für mich und meine Familie gut ausgeht.


Ich erinnere mich noch daran, wie ich mit zwölf Jahren, fast dreizehn, dastand und weinte. Alle anderen Kinder sind glücklich, freuen sich. Warum ich traurig war, kann ich nicht mehr sagen. Waren es die ersten Vorboten, einer Krankheit? Obwohl ich alles hatte, fühlte ich mich leer, traurig und enttäuscht. Seitdem war Weihnachten, erst recht etwas Besonderes.


Jetzt sitze ich hier und freue mich über die weihnachtlichen Klänge. Höre, wie die Glocken klingeln, sehe, wie der Raureif in der Sonne schmilzt. Es sind nur noch ein paar Tage, bis Heiligabend. Und plötzlich empfindet, der Autor in mir, keine Angst mehr vor dem Weihnachtsfest.


Mein Wunsch für Weihnachten 2025, ist Zufriedenheit, auf dass die Menschen erkennen, was Gutes in ihnen steckt, die Lichter anschalten, im Herzen wie auch auf dem Tisch, am Baum und wo auch immer.


Alles wird gut!