Meine schwarze Blume blüht nicht mehr. Was ist los mit dir? Das war doch sonst immer so leicht, dich zum Weinen zu bringen. Ich verstehe dich nicht mehr, du wolltest immer weinen und traurig sein. Du kommst nicht mehr zur Trauer, lachst und kannst schreiben. Bist du krank? Krank vor Freude? Weil du lachst, weil du lebst? Sollte es so sein, dass du die Trauer um mich verlassen willst, ist es für mich in Ordnung. Aber laufe nicht zu weit weg. Versprichst du mir, dass du wiederkommst? Es macht mir keine Angst, die schwarze Blume loszulassen. Sie bleibt bei mir im Herzen, wie ein ewig langer Traum. Ich wollte immer die Trauer loswerden. Ich hatte alles verloren, alles hergegeben.
Aber ich habe mir ja Stück für Stück das Meiste wiedergeholt. Alles, was ich jetzt zu glauben habe, mir gewünscht? Und auch bekommen? So was hat man oder hat man eben nicht. Danke dir, Gott, und all deinen sowie auch meinen Begleitern! Mit Liebe, mit Glauben und mit Hoffnung möchte ich leben. Vielleicht habe ich meinen Weg verstanden. Ein schmaler Grat zwischen Depression und Manie. Zwischen Angst und Zuversicht, zwischen Lachen und Weinen. Es gibt so viel, was ich zu lernen habe, aber auch viel, was ich zu sagen habe. Gibt es vielleicht einen Sinn, wenn ich sage: Musik bleibt Musik und hat keinen negativen Einfluss auf mich? Ich hatte so viel Zeit und so viele Gelegenheiten verpasst. Ich habe nicht ewig Zeit und möchte die Gelegenheit sowie die Chancen beim Schopfe packen. Das ist mir in den letzten Monaten bewusst geworden.
Und heute möchte ich zur Kenntnis nehmen, dass meine schwarze Blume (zurzeit) nicht blüht.








