In mir ist immer noch etwas, was raus will. Nenne es, wie du willst. Früchte oder Schatten. Mut oder Angst. Alles in allem eine Mischung, die meine Gegenwart beeinflusst. Ist auch meine Zukunft davon betroffen? Mein Gefühl, ist wie ein Krampf, der nicht loslässt. Eine Erinnerung, die immer wieder auftaucht. Ein Gedanke, ein Traum und eine Stimmung. Dinge, die gefühlt werden wollen. Es ist, wie es ist. Manchmal kocht die Wut in mir, wie eine Suppe, die viel zu lange auf dem Herd stand.
Mit Musik kann ich meine Stimmung beeinflussen. Diese Erkenntnis muss ich mir auch mit Anfang vierzig bewusst machen.
Zum Schreiben höre ich gerne Musik ohne Text oder Gesang. Weil die Stimmen mich zu sehr ablenken würden. Und weil meine Konzentration sehr darunter leiden würde.
Jetzt frage ich mich, ob ich diese Schatten, diese verdorbenen Früchte, selbst in mir aufleben lasse, oder ob sie von ganz alleine kommen. Wie ein „Hallo, da bin ich wieder“. Ein Spiel mit dem Feuer, wenn ich es darauf anlege, dass diese Gedanken kommen. Andererseits, kann ich nach dem Sturm das Erlebte verarbeiten, und loswerden. Ich bin davon überzeugt, dass Schreiben hilft. Da, darüber reden schwierig sein kann, und eine Form der Abhängigkeit sein kann, ist ein Blatt Papier oder eine Tastatur, einfacher zu erreichen. Natürlich ist es traurig, wenn man sich so einsam fühlt, dass scheinbar niemand zuhört. Und ich kann gut verstehen, dass Beten nicht jedermanns Sache ist.
Ich glaube, in mir wächst eine Pflanze. Auf einem guten Boden. Möge sie stark sein, um weitere Stürme zu ertragen. Dass sie irgendwann Früchte trägt, die mir schmecken.
Nun, bin ich dankbar für diesen Sturm, der sich gelegt hat.
Danke, dass ich schreiben konnte!
Ich danke euch fürs Lesen!
Vielleicht ist diese Erfahrung es wert, geteilt zu werden. ;)

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